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Allerheiligen

... ist für mich eigentlich kein besonderer Tag. Ich denke lieber bei passenden Gelegenheiten an diejenigen, die nicht mehr bei mir sind, als mir dafür bestimmte Daten zu merken. Nun ist beides aber doch mal fast zusammengetroffen.

Beim Zappen stolperte ich über ein Spiel der Champions League. Sofort kam mir wieder eine manchmal nervige, meist aber eigentlich nur niedliche Art meiner Oma in den Sinn: Sie konnte kein Englisch und bemühte sich immer sehr, fremde Begriffe haargenau so zu sprechen, wie sie geschrieben wurden. So wurde z.B. die Band "Take That" zu Taketatt.
[OT: Ja, ich war auch mal 14, fand die toll, und war überglücklich als Oma mir einen Zeitungsbericht über die Fünf (vielleicht waren's zu dem Zeitpunkt aber auch schon nur noch vier) brachte. Ich hab zwar nicht gleich verstanden wen sie meinte, fand's aber trotzdem lieb von ihr dass sie sich solche Mühe gab.]

Mir geht es mit dem Begriff "Champions League" so, dass ich noch heute jedesmal zweimal lesen muss, um ihn richtig gelesen zu haben. Das liegt daran dass mein Cousin - als er einmal bei Oma zu Besuch war - schon vormittags ankündigte, abends unbedingt Fußball schauen zu wollen. Bevor Oma zustimmte sah sie natürlich erstmal in der Zeitung nach, wann das denn kommt. Geht ja nicht, dass der Kleine bis in die Puppen aufbleibt dafür. Und da kam dann der denkwürdige Satz: "Meinst du das hier? Diese Champignon-Lagune?"
6.11.09 01:08


Dem Held meiner Kindheit

Alles Gute zum Geburtstag, Carlo!
31.10.09 00:35


Komm, spiel mit!

www.internationalespieltage.de

Heute letzte Gelegenheit. Ich war gestern dort.
25.10.09 09:19


Aufruf an CDU, CSU und FDP

Leider kann man den Aufruf derzeit nur gegen eine Spende unterschreiben. Anscheinend funktionieren noch nicht alle Buttons auf der Webseite korrekt, üblicherweise muss man nämlich beim BUND nicht unbedingt etwas spenden, wenn man ihn bei Aktionen unterstützen will. Also bitte einfach später nochmal auf die Webseite schauen.



Edit: Und schon funktioniert der Mitmach-Button.
29.9.09 14:24


Umfragentexte VI

Welchen Mobilfunk-Netzbetreiber würden Sie in Betracht ziehen wenn Sie ?

(das war die gesamte Frage)

 

(ich hätte gern den linken... )

 

PS: Sollten Sie Inhaber der Rechte an dem oben gezeigten Bild sein und einer Veröffentlichung auf dieser Webseite nicht zustimmen teilen Sie mir dies bitte über das Kontaktformular mit, ich werde das Material in diesem Fall gern schnellstmöglich entfernen.

18.9.09 01:02


Umfragentexte V

Waschen Sie Ihre Katze selbst, sogar wenn gelegentlich?
ja
nein

(Es geht tatsächlich um Miezekatzen. Meine waschen sich allerdings selbst, damit hab ich nix zu tun, nicht mal "sogar wenn gelegentlich"...)
11.8.09 00:34


Übrigens sehr passend...

Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft, so denken wir, alles sei verloren. Aber dabei beginnt doch nur etwas Neues und Gutes.

- Leo Tolstoi -

6.8.09 02:10


AfA

Ach ja, die Odyssee ist anscheinend doch überstanden. Zumindest habe ich mittlerweile meine Krankenkassenkarte bekommen, und auch zwei Monate ALG sind unterdessen auf meinem Konto eingegangen. Hoffen wir mal dass das schön so bleibt, solange ich noch arbeitslos bin.
6.8.09 01:56


Umfragentexte IV

Danke für die Teilnahme an dieser Studie, Ihre Beitragung wird ist immer richtig eingeschätzt!

Diese Studie wird in Verbindung mit einem unserer bevorzugten Partner geleitet. Wenn das Aussicht unterschiedlich aussieht als Sie normalerweise gewöhnt werden, bitte keinen Sorge haben, als ist in Ordnung. Wie immer, Ihre persönliche Information wird vollständig vertraulich geblieben.

Klicken Sie bitte "weiter," fortzufahren.
6.8.09 01:53


Odysseen der Gegenwart. Heute: Agentur für Arbeit

Alles fing an als ich am 15. Mai erfuhr, dass ich voraussichtlich bereits ab dem 1. Juni arbeitslos sein würde. Da ich an diesem Tag beruflich unterwegs war konnte ich mich erst nach dem anschließenden Wochenende mit den entsprechenden Stellen in Verbindung setzen. Wie lange der Spaß sich hinziehen würde ahnte ich da allerdings noch nicht...

18.05.: Arbeitsmarktservice (Österreich)
Zwei Mitarbeiter kamen extra in unsere Firma, um uns Rede und Antwort zu stehen. Allzu viel konnten die mir und meinen Kollegen allerdings nicht mitteilen. Rechtliche Auskünfte seien ihrerseits nicht möglich, und die Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes könne nur für jeden Einzelnen bei separaten Terminen beim AMS erfolgen.

18.05.: Arbeiterkammer (Österreich)
Eine sehr kompetente und freundliche Mitarbeiterin checkte den Entwurf des Kündigungsschreibens und gab mir wertvolle Tipps.

18.05.: Hotline der Agentur für Arbeit (Deutschland)
Ein netter und sehr hilfsbereiter CallCenterAgent gibt mir erste Infos zum Thema "Deutsche möchte nach fast zwei Jahren wegen Kündigung zurück nach Deutschland kommen und dort ALG beziehen". Wichtigste Info: Ich brauche das Formular E301.
Dieses Telefonat per deutschem Handy aus Österreich hat mich übrigens 10 € gekostet.

19.05.: Erhalt des offiziellen Kündigungsschreibens

19.05.: Arbeitsmarktservice (Österreich)
Ich rufe an um mich genauer über das Formular E301 informieren zu lassen und erhalte die Auskunft, dass dieses erst am ersten Tag der Arbeitslosigkeit beantragt werden kann, dann würde ich alle weiteren Infos erhalten. Ich solle mir eine Arbeitsbescheinigung von meinem Arbeitgeber ausstellen lassen und mitbringen. Darüber informiere ich meinen Arbeitgeber, der dummerweise mit dem Begriff "Arbeitsbescheinigung" nichts anfangen kann, was man mir aber nicht mitteilt.
Zur Info zwischendurch: Offiziell müsste ich am ersten Tag der Arbeitslosigkeit (da der 1. Juni ein Feiertag ist erst am 2. Juni) persönlich bei der Agentur für Arbeit an meinem deutschen Heimatort erscheinen und mich arbeitslos melden. Bevor ich von meiner Kündigung erfuhr hatte ich einen Heimaturlaub vom 9. bis 14. Juni geplant. Die Zugtickets im Wert von insgesamt 180 € sind bereits gekauft und können, da es "Europa Spezial"-Tickets sind, nur mit Geldverlust storniert werden. Aus diesem Grund hoffe ich, dass ich die Arbeitslosmeldung irgendwie auf den 10. Juni verschieben kann (der 9. Juni geht vollends für die Heimfahrt drauf).

22.05.: Hotline der Agentur für Arbeit (Deutschland)
Nachdem ich mich in den vergangenen Tagen auf der Webseite der Arbeitsagentur ein bisschen schlau gemacht und die offizielle Kündigung erhalten habe möchte ich mich, wie es bei Eintritt der Arbeitslosigkeit innerhalb von < 3 Monaten Pflicht ist, innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt der Kündigung arbeitsuchend melden und einen Termin für meine Arbeitslosmeldung (muss persönlich in der Geschäftsstelle erfolgen, die für den Wohnort in Deutschland zuständig ist) vereinbaren.
Ein weniger netter und inkompetenter CallCenterAgent kennt sich mit den entsprechenden Gesetzen nicht aus und nimmt nach längerem hin und her nur auf mein ausdrückliches Verlangen hin die Arbeitsuchendmeldung auf. Hätte ich nicht darauf bestanden wäre mir das Arbeitslosengeld für eine Woche gesperrt worden.
Einen Termin für die Arbeitslosmeldung erhalte ich trotz allen Bittens nicht, weder für den 10. noch für den 2. Juni noch für einen anderen Tag - Termine könne man angeblich an der Hotline nicht vereinbaren.

22.05.: Mail an die Agentur für Arbeit an meinem Heimatort
Nach dem Telefonat verfasse ich eine Mail an meine Arbeitsagentur und informiere über die Schwierigkeiten mit der Hotline und den besonderen Randbedingungen (E301 erst am 2. Juni beantragbar, weite Anreise, bereits gebuchter Urlaub etc.).

27.05.: Arbeitsmarktservice (Österreich)
Mein Arbeitgeber hat mir etwas ausgestellt, aus dem hervorgeht, wie lange ich für ihn tätig war, was ich verdient habe und wie hoch die Abzüge jeweils waren (sehr ausführliche, monatliche Auflistung mit Brutto, Abzügen, Netto, Sonderzahlungen etc.). Ich rufe daher beim AMS an um darum zu bitten, dass ich das E301 eher beantragen darf. Die Mitarbeiterin ist total unfreundlich. Ich beschließe, am nächsten Tag einfach ohne Termin persönlich dort vorzusprechen.

28.05.: Arbeitsmarktservice (Österreich)
Morgens um 8 Uhr bin ich dort und darf erstaunlicherweise sofort mit der zuständigen Sachbearbeiterin sprechen. Diese schaut sich meine Arbeitsbescheinigung an und erklärt, dass sie mit "SO WAS" nichts anfangen kann. Eine Arbeitsbescheinigung sei ein Formular, das vom Arbeitgeber auszufüllen sei. Glücklicherweise hat sie gerade noch ein Exemplar dieses Formulars vorrätig, gibt es mir und sagt, ich solle es einfach ausfüllen lassen und dann noch am selben Tag wiederkommen, sie sei "eigentlich immer im Büro".
 
Kuriosität nebenbei: obwohl das E301 ja ständig beantragt wird, wie die Mitarbeiterin mehrfach betont, musste sie erst in mehreren Schränken nach dem Formular für die Arbeitsbescheinigung suchen, auf dem dann das Nettogehalt noch in Schilling abgefragt wird.

In meiner Mittagspause ist meine Arbeitsbescheinigung vollständig ausgefüllt (da passen übrigens nicht mal alle Angaben von der von meinem Arbeitgeber selbst verfassten Bescheinigung rein, daher belasse ich diese bei dem offiziellen Formular), und ich gehe erneut zum AMS um es abzugeben. Leider finde ich das Büro der Sachbearbeiterin verschlossen vor und frage an der Anmeldung nach. "Nein, Frau X ist immer nur Vormittags da.", erfahre ich. Aha.

28.05.: Mail an die Agentur für Arbeit an meinem Heimatort
Da ich bislang weder eine Eingangsbestätigung noch eine Antwort auf meine Mail erhalten habe, sende ich sie erneut - diesmal explizit im Nur-Text-Format.

29.05.: Arbeitsmarktservice (Österreich)
Morgens um 8 Uhr bin ich wieder dort, nur um wieder vor verschlossener Tür zu stehen. An der Anmeldung erfahre ich: "Nein, Frau X ist Freitags nie da." Interessant. Nach ein paar scharfen Worten hinsichtlich der Qualität ihrer Auskünfte behält die nette Dame an der Anmeldung meine Unterlagen, um sie gleich am Montag an Frau X weiterzuleiten. Geht doch.

29.05.: Anruf der Agentur für Arbeit an meinem Heimatort, genauer gesagt der Regionalleitung, die auch für die Geschäftsstelle an meinem Heimatort zuständig ist
Er habe meine Mail erhalten, teilt mir der Reginoalleiter mit. Er bedauert die Fehlinformationen der Hotline zutiefst und gibt mir weitere Auskünfte. Unter anderem stellt er mir frei, mich erst am 10.06. arbeitslos zu melden, ohne dass mir die übliche Sperre von bis zu 3 Monaten wegen verspäteter Meldung droht. Ich bin erleichtert.

01.06.: Beginn meiner Arbeitslosigkeit
Hatte ich erwähnt dass ich bis hierher noch ganz normal 40+x Stunden die Woche gearbeitet habe? In der "Freizeit" waren zusätzlich noch mehrere Gespräche mit meinem Vermieter, meinem Internetanbieter etc. zu führen, mein Umzug nach Deutschland zu planen um möglichst schnell nach Eintritt meiner Arbeitslosigkeit meine Ausgaben zu minimieren, und erste Ausschau nach neuen Jobs zu halten. Erstaunlich wie viel man erledigen kann, wenn man sich Auszeiten nur zum Essen und Schlafen gönnt.

04.06.: Ein letztes Telefonat mit meinem ehemaligen Arbeitgeber
05. bis 08.06.: Mein Bruder kommt zu Besuch
09. bis 14.06.: Mein letzter Heimaturlaub

09.06.: Mein E301 trifft bei meinen Eltern ein. In einem dicken Briefumschlag. Warum? Weil es nicht nur das eigentliche, vom AMS ausgestellte E301 ist, sondern auch das ausgefüllte Arbeitsbescheinigungs-Formular sowie die von meinem Arbeitgeber selbst erstellte „Arbeitsbescheinigung“ beiliegen, auf deren Inhalte im ausgestellten E301 verwiesen wird. Da macht es doch gleich viel mehr Sinn, dass man extra ein E301 ausstellen lassen hat, oder?

10.06.: Agentur für Arbeit an meinem Heimatort
Morgens um 8 Uhr bin ich dort. An der Anmeldung erfolgt die erste Abfrage verschiedener persönlicher Daten und Eingabe derselben in den PC. Ich erhalte einen Fragebogen (nicht den ALG-Antrag!), den ich ausfülle (dieselben Daten, die ich eben schon angegeben habe, plus ein paar zusätzliche Infos) und abgebe. Anschließend empfängt mich Herr H. mit den Worten „Ah, Sie sind das mit der Mail aus Österreich, oder?“. Ich frage mich ob es gut oder schlecht ist, dass ich mit diesem Prädikat bekannt bin. Dann überträgt Herr H. ein paar Daten aus dem Fragebogen ins System. Danach fragt er noch mal Daten ab, die ich zuvor bereits einmal mündlich an der Anmeldung und auch einmal schriftlich im Fragebogen abgegeben habe. Er ist aber ansonsten sehr nett und bestätigt mir, dass durch mein heutiges Erscheinen auf jeden Fall der 10.06. als Antragsdatum für mein Arbeitslosengeld fixiert ist, und ich also ab diesem Tag ALG gezahlt werden wird - sofern ich überhaupt einen Anspruch darauf habe. Oh-oh. Das hört sich nicht gut an. Er führt aus dass man den Anspruch, den man im Ausland erworben hat, eigentlich nur mit dem E301 nach Deutschland übertragen kann, wenn man im Zeitraum vor der Antragstellung wenigstens einen Tag steuerpflichtig in Deutschland gearbeitet hat. Hat man das nicht, benötige man ein Formular E303, auszufüllen vom AMS in Österreich. Dabei gibt es aber folgendes Problem:

E301 --> Bei 2 Jahren Arbeitstätigkeit in Österreich Anspruch auf 12 Monate ALG in Deutschland, aber nur wenn mindestens 1 Tag steuerpflichtig in Deutschland gearbeitet wurde

E303 --> Anspruch auf 3 Monate ALG in Deutschland (der restliche in Österreich erarbeitete Anspruch verfällt ersatzlos)

In Gedanken gehe ich bereits mehrere Ansprechpartner durch, die mich möglicherweise für einen Tag beschäftigen würden, da fragt Herr H. ob ich vielleicht vor meinem Weggang nach Österreich in Deutschland gearbeitet habe. Ich sage: „Das war nur ein 400 €-Job, wenn ich mich recht erinnere.“. Daher rät mir Herr H. dass ich vielleicht noch mal überdenken solle, ob ich wirklich heute mit dem E301 den Antrag auf ALG stellen wolle. Täte ich dies würde umgehend ein ablehnender Bescheid ausgestellt. Selbst wenn ich später das E303 nachliefern würde wäre dieser Antrag bereits abgelehnt worden und könne daher nicht erneut gestellt werden. Ich würde überhaupt kein ALG bekommen. Ich bin geschockt und willige ein, als Herr H. mir empfiehlt, mich nun erstmal um meinen Umzug zu kümmern und danach (am 22. oder 23.06.) entweder mit dem E301 oder dem E303 erneut zu ihm zu kommen. Erneut versichert er mir, dass auch bei diesem Vorgehen der 10.06. als Antragsdatum vermerkt wird. Ich stimme zu, er zerreißt die von mir ausgefüllten Fragebögen, und ich gehe unverrichteter Dinge nach Hause. Dort fällt mir ein dass im letzten Monat meiner letzten Beschäftigung in Deutschland wegen des kurzfristigen Angebots aus Österreich mehr Arbeit geleistet werden musste, als in einem 400 €-Job abgerechnet werden konnte – ich war also steuerpflichtig! Ich suche sofort einen Nachweis dafür in meinen Unterlagen, und lege mir für meinen nächsten Besuch beim Arbeitsamt einen Kontoauszug der gesetzlichen Rentenversicherung bereit. Entspannt kann ich mich nun meinem Urlaub und anschließend dem Umzug widmen.

15.06.: Abschiedsessen mit den ehemaligen Kollegen
16. bis 18.06.: Ich beginne mit den Umzugsvorbereitungen
Woher habe ich nur so viel Zeug, das in so viele Kartons verpackt werden muss?

19. bis 22.06.: Umzug – jetzt aber wirklich!
Meine Ma kommt Freitagvormittag mit einem geliehenen Vito in Österreich an. Von da an bis zum Sonntagnachmittag habe ich nur verschwommene Erinnerungen an das Zerlegen von Möbeln, unzählige Gänge vom 2. Stock zum Wagen und zurück, beladen mit schweren Kartons, Möbelstücken und -teilen, und das Déjà-vu-Gefühl beim Verstauen (Tetris!). Dann fahren wir los. Das Wetter unterwegs ist mies, wir kommen erst frühmorgens am Montag zu Hause an. Nach einem kurzen Schlaf wird der Vito entladen. Als das erledigt ist bleibt keine Zeit mehr für eine Fahrt zur Arbeitsagentur.

23.06.: Agentur für Arbeit
Voller Elan Noch völlig geschafft von den vorhergehenden Tagen komme ich beim Arbeitsamt an, um nun endlich meinen Antrag auszufüllen, abzugeben, und am liebsten schon einmal zu erfahren, wie viel ALG ich denn nun wohl bekommen werde. Herr H. dämpft die letzte noch vorhandene Begeisterung als er erneut die ganzen Daten, die er letztes Mal schon wissen wollte, von mir abfragt und im System eingibt, mir dann die Antragsunterlagen in die Hand drückt und mich bittet diese in Ruhe zu Hause auszufüllen, um mir dann an der Hotline einen Termin für die Abgabe des Antrags in der Leistungsabteilung geben zu lassen. Er teilt mir noch mit dass Frau W. meine Arbeitsvermittlerin wird, und bevor ich gehe denke ich gerade noch daran, ihn wegen der Bescheinigung von der Rentenkasse über meine Arbeitstätigkeit in Deutschland zu fragen. Er meint, dass ich lieber einen Lohnzettel oder so etwas besorgen solle und verabschiedet mich. Zu Hause fülle ich den Antrag aus und stelle drei Dinge fest:
1. Das sind schon wieder lauter Fragen, die ich bereits zuvor mehrfach beantwortet habe.
2. Herr H. Hat mir das „Merkblatt für Arbeitslose“, eine vielseitige Broschüre in der auch genaue Infos zum Ausfüllen des Antrags enthalten sind, nicht mitgegeben.
3. Im Antrag ist als Datum für die Antragstellung der 23.06. angegeben. Auch für den Beginn des Anspruchs auf ALG ist nicht der 10.06. eingetragen, sondern der 23.06.
Ich fülle den Antrag ohne das Merkblatt aus und nehme mir vor, bei der Abgabe des Antrags noch mal über das Datum zu sprechen.

23.06.: Hotline der Agentur für Arbeit
Oh. Warum trägt das Antragsformular eigentlich eine andere Kundennummer, als ich bislang hatte? Die wollen doch wohl nicht versuchen, die vorherigen Vorgänge (Fehlauskunft an der Hotline, Mails, Erstgespräch am 10.06.) zu verschleiern?!?
Naja, der CallCenterAgent ist sehr freundlich, er verknüpft beide Kundennummern zu einer einzigen und setzt die ältere Nummer als aktiven Vorgang fest. Außerdem kann ich bei ihm einen Termin zur Abgabe meines Antrags vereinbaren. Allerdings ist frühestens am späten Nachmittag des 07.07. ein Termin verfügbar. Naja, wenn dann wenigstens endlich alles klappt soll es mir recht sein. Da warte ich doch auch gern mal zwei Wochen. So habe ich wenigstens genug Zeit, den alten Lohnzettel aus 2007 zu suchen…

24.06.: Brief der Agentur für Arbeit
Nanu? Was schreiben die mir jetzt? Eine Terminbestätigung?
Richtig. Allerdings nicht für die Abgabe meines Antrags, sondern für das Erstgespräch mit meinem zuständigen Vermittler. Nicht Frau W., sondern Herr T. ist offenbar für mich zuständig. Soll mir auch recht sein, solang’s sich nicht zwischendurch noch dreimal ändert. Mal sehen… wann ist der Termin genau? Ah, genau in zwei Wochen – am 08.07. um 8 Uhr. Prima, dann kann ich also am 07.07. nachmittags hinfahren (21 km hin, 21 zurück), und am 08.07. morgens noch mal. Wie schön…

07.07.: Agentur für Arbeit, Frau A.
Ich sitze im Flur vor dem mir an der Hotline genannten Raum. Halt, nein, ich sollte vorne anfangen. Ich gehe wie gewohnt zur Anmeldung des Arbeitsamts. Dort erfahre ich, dass mein Termin im Nebengebäude stattfindet. Nachdem ich die zum Arbeitsamt gehörende Baustelle passiert habe setze ich mich im Flur vor den mir an der Hotline genannten Raum und warte, da ich ca. 20 min zu früh dran bin (die Uhr zu Hause ging vor&hellip. Kurz vor Beginn meines Termins kommt eine Dame (es ist Frau A., vor deren Raum ich warte) vorbei und fragt, auf wen ich warte. Ich informiere sie, dass mir an der Hotline nur ein Raum und eine Uhrzeit genannt wurden. Sie sagt: „Ach, Sie sind diejenige, die aus Österreich kommt und sich nun hier arbeitslos melden will – die mit der Email, ja? Es tut mir leid, es dauert noch einen Moment.“ Ich bejahe und grüble erneut darüber nach, ob es wohl vorteilhaft ist als „die mit der Beschwerdemail“ bekannt zu sein, und ob meine zusätzliche Wartezeit wohl damit zusammenhängt. Als ich nach weiteren 20 min Wartezeit aufgerufen werde lege ich meine Unterlagen vor, und spreche als erstes das falsche Datum im Antrag an. Frau A. teilt mir mit dass ich darüber am besten mit meinem Arbeitsvermittler sprechen müsse, denn schließlich müsse der beurteilen, ab wann ich ihm zur Vermittlung zur Verfügung stand. Man gut, dass ich bei dem schon morgen einen Termin habe, heute ist der nämlich leider nicht mehr zu sprechen…
Nach Klärung weiterer Fragen kommen wir zum Thema E301. Frau A. informiert mich, dass ich als „unechter Grenzgänger“ gelte, da ich meinen Wohnsitz in Deutschland aufrecht erhalten habe, und meinerseits sowieso von vornherein nur ein befristeter Auslandsaufenthalt geplant war. Aus diesem Grund muss ich in Verbindung mit dem E301 doch nicht nachweisen, dass ich auch in Deutschland beschäftigt war. (Selbst wenn doch hätte mir nur eine Beschäftigung in Deutschland nach meinem Aufenthalt in Österreich etwas genutzt. Dennoch kopiert sie meine Nachweise für die Arbeitsstelle aus 2007 - sie findet übrigens den Auszug der Rentenkasse wichtiger als den Lohnzettel.) Ich werde also auf jeden Fall Arbeitslosengeld erhalten. Juhu! Als Basis für die Berechnung der Höhe wird übrigens nicht mein Verdienst in Österreich herangezogen, sondern ein Standardsatz gemäß meiner Berufsausbildung. Da frage ich mich doch, wofür ich unbedingt ein E301 vorlegen muss, in dem eigentlich nichts steht außer den Einkünften, die ich in Österreich hatte. Naja, egal. Vor allem, da ich bei einem Bemessungssatz von 100 € brutto täglich (30 Tage pro Monat) für Hochschul- und Fachhochschulabsolventen mit dem ALG recht gut zurechtkommen werde. Okay, davon gehen ein paar Abzüge weg, und vom Rest bekomme ich nur ca. 60 %. Aber allein für das Schreiben von Bewerbungen so viel Geld? Wow. Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass meine Kündigung nicht das schlimmste war, was mir passieren konnte…
Aus diesem Tagtraum reißt mich der Satz „Ohje, sie waren ja in Österreich krankenversichert!“. Ich soll mich unbedingt nach Klärung des korrekten Antragsdatums bei einer deutschen Krankenkasse meiner Wahl mit eben jenem Datum anmelden, das Arbeitsamt könne die Anmeldung nicht mehr durchführen, da ja mittlerweile der Arbeitslose seine Krankenkasse frei wählen könne. Okay, kein Problem, mache ich gleich morgen im Anschluss an den Termin. Ich fahre dann zur AOK, melde mich an und lege dem ALG-Antrag, den ich dann endlich bei Frau A. abgeben kann, eine Mitgliedsbescheinigung der AOK bei. Anschließend stellt Frau A. meinen Bescheid aus, der noch in dieser Woche versendet werden soll. Das ALG für Juni wird dann auch gleich überwiesen. Klasse! Anscheinend gibt es doch ein paar fähige Leute beim Arbeitsamt, die ohne langwieriges hin und her zurechtkommen. Bevor ich mich auf den Heimweg mache nehme ich mir von nebenan noch ein Exemplar dieses „Merkblatts für Arbeitslose“ mit und lese es zu Hause gründlich durch.

08.07.: Agentur für Arbeit, Herr T.
Kurz vor 8 warte ich vor dem Büro von Herrn T., und schon um 8:10 Uhr werde ich hereingebeten. Ich spreche als erstes das Problem mit dem Antragsdatum an. Zunächst beharrt Herr T. darauf, dass ich ihm wegen meines Umzugs ja erst ab dem 23.06. für die Vermittlung zur Verfügung gestanden habe (und demnach auch erst ab dann einen Anspruch auf ALG hätte). Nachdem ich auf das „Merkblatt für Arbeitslose“ verweise, in dem erläutert wird dass dieses „zur Verfügung stehen“ erfüllt ist, wenn man täglich seine Briefpost durchsehen kann (was glücklicherweise mein Vater für mich hätte tun können in der Zeit, in der ich in Österreich mit dem Umzug beschäftigt war), und ihm versichere dass ich natürlich jederzeit innerhalb eines Tages bei ihm hätte sein können, da ja in diesem Fall meine Mutter den Umzug hätte fortführen können, ändert er das Datum auf den 10.06. – welch Triumph! (ich hasse es, wenn einem jemand etwas Selbstverständliches als Super-Sonder-Ausnahmsweise-Nettigkeit verkaufen will&hellip
Nachdem wir uns noch eine Stunde um mein Profil für die Stellenbörse des Arbeitsamts und meine Rechte und Pflichten gekümmert haben will ich schnell zu Frau A., um den Antrag abzugeben. Sie ist trotz gestriger Zusage gerade nicht in ihrem Büro, und ich mache mich nach 15 Minuten Warterei auf den Weg zur Krankenkasse, um halt doch zuerst eine Mitgliedsbescheinigung zu beschaffen.

08.07.: AOK, Herr H.
Ohne Wartezeit empfängt mich sofort ein Kundenberater. Er ist allerdings etwas verwirrt von meinem Anliegen und informiert mich, dass ich mich nicht selbst pflichtversichern könne, sondern dass das nach wie vor das Arbeitsamt machen müsse. Er kann mir nur eine Mitgliedsbescheinigung für die Zeit vor meinem Umzug nach Österreich ausstellen, tut dies gern, und ich mache mich damit etwas verärgert wieder auf den Weg zum Arbeitsamt.

08.07.: Agentur für Arbeit, Frau A.
Frau A. erwartet mich schon ungeduldig. Ich informiere sie über die Auskunft der AOK. Sie beharrt darauf dass ich mich selbst anmelden müsse, und schickt mich erneut zur Krankenkasse. (Mein Fehler, dass ich nicht darauf bestanden habe, dass sie in meinem Beisein Herrn H. von der AOK anruft&hellip Ich lasse ihr zumindest schon mal den restlichen Antrag da.

08.07.: AOK, Herr H.
Herr H. ist sehr verwundert, dass ich schon wieder da bin und bekräftigt nochmals, dass ich mich nicht selbst zur Pflichtversicherung anmelden könne. Er will nun Frau A. anrufen und wählt dazu die Nummer aus dem örtlichen Telefonbuch. Dummerweise ist auch diese Nummer auf die allgemeine Hotline der Arbeitsagentur umgeleitet, so dass Herr H. den dortigen CallCenterAgent bittet, ihn mit Frau A. in H. zu verbinden. Das ist nicht möglich, so die Auskunft des CallCenterAgent. Weder mit gutem noch mit ziemlich aufgebrachtem Zureden seitens Herrn H. ist das einzige, was wir erreichen, dass unter meiner Kundennummer eine Bitte um dringenden Rückruf des Arbeitsamts direkt an Herrn H. von der AOK vermerkt wird. Herr H. verspricht mir, das zu klären und sich noch am selben Tag zu melden. Dies tut er ein paar Stunden später nachdem er mit Herrn S. (dem Geschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur) telefoniert hat, der ihm versichert, dass mit diesem Telefonat nun alles geklärt sei, das Arbeitsamt nun meine Anmeldung zur Pflichtversicherung vornehme und ich mich daher um nichts mehr kümmern müsse.

10.07.: Brief der Agentur für Arbeit
Wow, soll das schon der Bescheid sein? Toll! Aber ist der Brief nicht ein wenig dünn dafür?
Hmmm. Frau A. schreibt, dass ich eine Mitgliedsbescheinigung meiner Krankenkasse vorlegen müsse. Sollte diese bis zum 03.08. nicht nachgereicht werden würde ich kein ALG bekommen. Ich versuche, sie telefonisch zu erreichen (über die Hotline), habe natürlich auch kein Glück sondern erhalte nur das Versprechen, dass ich spätestens morgen einen Rückruf von der Leistungsabteilung erhalten werde. Ich bezweifle ja, dass dort jemand Samstags arbeitet…

~ to be continued… ~

10.7.09 23:32


9.7.09 11:17


Zuhause

... bin ich jetzt schon wieder eine ganze Weile. Der Abschied von Österreich ist mir doch schwerer gefallen als gedacht. Insbesondere die ganzen Klamotten, die mitmussten, waren schwerer als erwartet. ^^ Aber es ist schon erstaunlich, dass fast eine ganze Wohnungseinrichtung (quasi ein ganzes Leben) in einen Vito passte. Der Rest wurde in meinem Cuore verstaut, und einzelne Stücke (die durchgelegene Matratze, Lottas Lieblingsweidenkorb (so sah er auch aus) u.ä.) wurden fachgerecht entsorgt.

Hier plätschert die freie Zeit im Moment viel zu schnell an mir vorbei. Eine große Hilfe dabei sind zwei wild geborene Kätzchen, deren Mutter ein Opfer des Straßenverkehrs geworden ist, und die nach zwei Tagen lautstarken Herumirrens im Ort (inklusive Versteckaktion unter unserem Holzvorrat für den übernächsten Winter) von Kindern eingefangen und uns zum Aufziehen und Vermitteln übergeben wurden. Sie sind nun schon eine Woche hier, mittlerweile ordentlich gewachsen und erstaunlich zutraulich. Ohne tägliche Kuschelstunde geht nichts mehr. Ich schätze ihr Alter auf jetzt zwischen vier und sechs Wochen. Lotta hält nichts von ihnen, kommt aber dennoch regelmäßig mit ins Bad, wo die zwei einquartiert sind, um sich zu gruseln und ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.

Ein sehr praktisches Nebenjobangebot (2 Stunden täglich, 5 km von Zuhaus) ist leider konzernintern besetzt worden. Schade, damit hätte ich leben können. Bleibt die Hoffnung dass ich mich für die fachliche Traumstelle, die zum 1.09. zu besetzen ist, bald persönlich vorstellen darf.
6.7.09 15:20


Umfragentext III

Frage: Was essen Sie zum Frühstück?

Antwortmöglichkeiten (u.a.):

  • Milchprodukte (Milch, Joghurt, Käse...)
  • Fleisch / Wurst / Aufschnutt
  • Gebäck

 

Das wird mein neues Lieblingswort!

6.7.09 14:37


Tolle Woche

Genial.
Erst Besuch vom Brüderlein, zwei wunderbare Mittelaltermärkte besucht (in Mauterndorf und Mining), lecker Eis gegessen (GelatOK in Hallein).
Mit'm Zug nach Hause - erstaunlich wieviel kürzer einem die Fahrt vorkommt, wenn man nicht allein unterwegs ist.
Freundliche Betreuer beim Arbeitsamt kennengelernt.
"Meine" FH und Professoren mal wieder besucht, DAS Stellenangebot entdeckt.
Eine Freundin in Göttingen besucht, endlich mal wieder in Ruhe gequatscht, chön charfe Pizza verspeist.
Mit K. und M. und Brüderlein u.a. Schandmaul live gesehen, total positiv überrascht und begeistert. Nebenher noch Interessantes über Bokenrode erfahren.
Noch eine Zugfahrt in die andere Richtung - auch recht kurzweilig gewesen. Die "first class" des Railjet ist übrigens echt nett. Lederausstattung mit (endlich!) zwei (!!!) wegklappbaren Armlehnen und einem kostenlosen Begrüßungsgetränk - was bekommt man wohl als "premium class"-Fahrgast?

Wenn das so positiv weitergeht dreh ich noch durch...
14.6.09 23:09


Umfragentext II

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Teilnahme an unserer Umfrage heute. Mietvertrag beachten, dass der Rest dieser Erhebung werden in englischer Sprache. Würden Sie sich bequem die Vollendung einer Umfrage auf Englisch?

Ja - möchte weiter auf, und nehmen diese Umfrage
Nein danke / unsicher
14.6.09 22:51


Statistik

Wer sind eigentlich die neun Abonnenten meines RSS-Feeds?
*beobachtet fühl*
4.6.09 16:17


Alkohol ist auch keine Lösung

Mir hilft jedenfalls kein Schnaps bei Nervosität und Händezittern nach schweren Entscheidungen und ernsten Telefonaten.
4.6.09 16:08


Umfragentexte

Diese Befragung gebraucht ihne e-mail Adresse für eine Online-Gemeinschaft zu benutzen. Wollen Sie noch in dieser Befragung partzipieren?
29.5.09 16:15


Hüte Dich vor Deinen Wünschen,

... sie könnten in Erfüllung gehen.

Verdammt, das war eindeutig der falsche!!!
16.5.09 12:43


"Wolle Rose kaufen?"

... fragte gestern Abend doch tatsächlich ein Mann im Heurigen, der mehrere Sträuße im Arm trug.

Ich dachte, den Spruch gäb's gar nicht mehr.
8.5.09 22:04


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